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Ein Sprichwort lautet “Hacken ersetzt Gießen”

Nach einem alten Sprichwort ersetzt das Hacken, das Gießen. Aber stimmt das auch?

Der Boden in unseren Gärten setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen. Die humushaltigen Bodenschichten spielen für die Wasserversorgung die größte Rolle. Durch kleine Kapillare kann das Wasser aus den Humusschichten an die Oberfläche steigen. Wird nun der Boden durch Hacken aufgelockert, werden auch diese Kapillarröhrchen zerstört und es kann kein Wasser mehr aus dem Boden an die Oberfläche aufsteigen und dort verdunsten. Also ja, das alte Sprichwort scheint zu stimmen.
Nur hält das nicht lange vor. Eine bessere Methode den Boden vor Austrocknung zu schützen ist es, den Boden zu mulchen. Das Mulchen der Böden verhindert, das Wasser was in den Bodenkapillaren ist verdunstet. Der Boden bleibt länger feucht. Mulchen kann man mit Stroh, Grünschnitt, Blättern z.B. den großen Rahbarberblättern und allem was sonst noch im Garten anfällt.
Wo liegt der Vorteil?
Durch das Hacken beschädigt man jedesmal die kleinen Wurzelgeflechte der Pflanzen, wenn man aber mulcht können die Pflanzen besser Wachsen. Auch sollte man nicht zu viel gießen, denn nur so gewöhnen sich die Pflanzen nicht daran und bilden lange und kräftige Wurzeln die nach Wasser suchen. Daher noch ein Tipp. Wenn der Boden sehr Trocken ist nicht jeden Tag sondern vieleicht alle zwei bis drei Tage ausreichend gießen. Auch ist es besser für den Boden und sicherlich auch für den Gärtner, der nicht so viel “Unkraut” jäten muss, wenn statt Monokultur auf einem Beet Mischkultur gepflanzt wird. Viele Pflanzen vertragen und unterstützen sich in ihrem Wachstum. Das schützt den Boden und zusätzlich die Pflanzen vor Schädlingen oder Krankheiten (Eine Tabelle mit Pflanzen die sich gut vertragen, fertige ich noch an).
Resümee:
Hacken ist gut, eine richtige Bodenabdeckung ist besser und Mischkulturen sind noch besser.

Kultivator
Kultivator
Kultivator
Kultivator

Wer trotzdem den Boden auflockern möchte kann z.B. diese Werkzeuge dazu verwenden. Es sind Kultivatoren die es in verschiedenen Ausführungen zu kaufen gibt. Ein Kultivator mit nur einer Zinke oder Zahn wird auch Sauzahn genannt.


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Der Rillenzieher ein nützliches Gartengerät

Heute stelle ich euch mal ein sehr nützliches Gartengerät vor: den Rillenzieher.

Mit einem Rillenzieher kann man auf einfache Art und Weise Rillen für Saatgut ziehen. Die Abstände der Reihen kann man bei den meisten Modellen durch Verschieben der kleinen Pflugscharren einstellen.

Seid wir dieses Teil in unserem Werkzeugfundus haben benutzen wir es immer wieder gerne. Früher hatten wir immer ein Seil gespannt und dann mit einem Stock entlang des Seils eine Rille gezogen, mühsam. Heute erledigen wir das für das gesamte Beet in einem Rutsch.

Auf dem Markt gibt es dieses Gerät von diversen Herstellern. Achtet beim Kauf aber unbedingt darauf, das die Pflugscharren sich leicht verstellen lassen und das die Schrauben zur Fixierung gut sitzen. Ein langer Stiel kann auch nicht schaden dann findet man leichter einen angenehmen Arbeitswinkel.

Hier noch einige Bilder:

 

Gartenarbeiten im Dezember

Der Dezember ist zwar schon fast vorbei, doch noch ist etwas Zeit um z.B.  Zwiebelblumen zu pflanzen. Das geht allerdings nur solange der Boden noch nicht gefroren ist. Die eben gepflanzten Blumenzwiebeln am besten mit Reisig von Fichten oder einer Schicht aus reichlich Laub abdecken. Auch sollte im Dezember der Rasen nochmal gründlich vom Laub befreit werden, die Blätter können dann z.B. im Staudenbeet verteilt werden. Auch für Igel die noch nicht im Winterschlaf sind ist ein haufen Laub eine gute Hilfe.

Graeser im Winter
Gräser im Winter

Hoch wachsende Gräser (Foto) sollte man zusammenbinden, damit ins Herz der Pflanze keine Feuchtigkeit gelangen kann. Das schützt die Pflanzen vor Pilzinfektionen durch Schimmelbildung. Ein Abschneiden ist nicht notwendig. Zudem sind die Gräser eine schöne Dekoration im winterlichen Garten und bieten außerdem eine Versteckmöglichkeit für Kleintiere.

Auch können noch Rosen und Laubgehölze gepflanzt werden. Um die Wurzeln zu schützen ist es absolut notwendig, den Wurzelbereich über den Winter anzuhäufeln.

In einigen Publikationen wird auch noch das Umgraben der Beete empfohlen. Ich persönlich bin jedoch der Meinung das ein Graben im Frühjahr besser für den Boden ist.
(Bitte Teilt mir doch Eure Ansichten dazu mit.)

Was gibt es sonst noch im Garten zu tun? Ist eher Retorisch gemeint die Frage. Wer es noch nicht getan hat der sollte jetzt noch das Werkzeug und die Gartengeräte reinigen und gegebenenfalls etwas einölen. Sind die Regentonnen und die Schwengelpumpe gegen Frost gesichert. Elektrische Pumpen sollten entleert werden, damit der Pumpenkörper nicht durch Frost platzen kann. Auch elektrische Gartengeräte mögen meist keinen Frost also besser in den Keller damit. Auch der Gartenteich will vorbereitet sein. Ein Eisfreihalter sorgt im Winter immer für eine Lüftungsöffnung für die Fische. Gartengeräte mit Akku sollten auch frostfrei gelagert werden.

Das herbstliche Umgraben

Es ist mal wieder soweit, ab Oktober machen sich viele Gartenbesitzer daran, die abgeernteten Beete zu bearbeiten.
Dabei stellt sich die Frage, ob das Umgraben in jedem Fall sinnvoll ist. Einige Experten raten, mit dem Umgraben bis in den Spätherbst oder Winter zu warten und dabei die Bodenbeschaffenheit zu berücksichtigen.
Heute geht man davon aus, das daß mühevolle Umgraben nicht nur beschwerlich ist sondern zeitraubend und oft auch unötig. Sandige, leichte Böden, brauchen aufgrund ihrer lockeren Struktur nicht umgegraben zu werden. Bei humosen Böden ist es ausreichend, sie mit dem Sauzahn zu lockern. Denn in humusreichen Böden leben in den Bodenschichten unterschiedliche Lebewesen in unterschiedlichen tiefen. Durch die umwälzenden Bodenbewegungen des Umgrabens wird das stabile und gut funktionierende Gefüge durcheinander gebracht. Dies reguliert sich zwar schnell wieder, doch ist auch in diesem Fall ist eine tiefe Bodenbearbeitung meist überflüssig.

Bei schweren Böden, wie Lehm- oder Lößböden, wird dagegen die  Bodenstruktur durch das grobschollige Umgraben verbessert. Die Schollen sollten beim umgraben möglichst im Ganzen liegen bleiben und nicht zerkleinert werden. Jetzt ist auch die Gelegenheit Wurzelunkräuter, wie Quecke und Winde dabei mit der Wurzel herausziehen. Wichtig ist nur, das Umgraben nicht zu früh im Herbst vorzunehmen. Ideal sind frostige Tage im Spätherbst oder im Winter. Denn dann sind die unliebsamen Schnecken nicht mehr aktiv. Diese würden die Hohlräume nur als Unterschlupf oder Eiablageplatz nutzen, und im Frühjahr hätte man die nächste Schneckenplage. Durch die Einwirkung des Frostes erhalten die groben Schollen eine sogenannte Frostgare. Aus schwerem Boden entsteht feinkrümelige Erde und die besagten Wurzelunkräuterhaben es  in dieser lockeren Struktur schwerer als in fest verdichteter Erde.

Also: Umgraben JA aber auf den Boden achten und nicht zu früh damit beginnen…