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Salbei Likör für Geist und Seele

Salbei Likör selber machen
Salbei Likör selber machen

Der echte Salbei (Salbei Officinalis) wirkt antiseptisch, ist gut bei Hals- und Mundbeschwerden, bei zu viel schwitzen und Magen- und Darmbeschwerden.

Die Bezeichnung Salbei hat ihren Ursprung im lateinischen “salvare” was heilen bedeutet. Ein kurzes Portrait der der Pflanze ist hier zu finden.

Heute machen wir Salbei-Likör mit Zitronenmelisse,
dazu brauen wir:
40g Salbeiblätter frisch
10 Blätter Zitronenmelisse 
2 Gewürznelken
1 Fl. Wodka
250g Zucker
300ml Wasser

Zubereitung
Die Blätter in ein Glasgefäß geben und mit dem Wodka auffüllen. Das Glas verschließen und an einem sonnigen Platz für 1 Woche stellen. Dann Zucker und Wasser kochen. Den Ansatz filtern und mit der Zuckerlösung auffüllen. Alles in Flaschen füllen und diese mindestens 2 Monate ruhen lassen.

Salbeihaltige alkoholische Getränke dürfen nicht während Schwangerschaft und Stillzeit getrunken werden. 


Wichtig. Frage Deinen Arzt oder Apotheker  

Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. 
Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Spitzwegerich gut bei Insektenstichen

Spitzwegerich
Spitzwegerich

Am Wegesrand, an Feldrändern und auf manchen Wiesen an Bächen findet man ihn, den Spitzwegerich. Er wird oft als “Unkraut” bezeichnet, aber das stimmt nicht. Schon die Germanen die ihn als Heilblatt bezeichneten wussten um seine Wirkung. 
Spitzwegerich wirkt antibakteriell und Zusammenziehend wenn er äußerlich auf Wunden angewendet wird. Es gibt aber noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, das geht schon aus den vielen Namen hervor unter denen er bekannt ist.

Hier nur einige Bezeichnungen:
Spießkraut, Lungenblatt, Aderblatt, Aderkraut, Heilwegerich, Wegetritt, Wundwegerich  

Schon als Kind kannte ich diese Wirkung, bei Kratzern oder wenn wieder einmal eine Mücke oder Biene gestochen hatte, halfen frisch zerdrückte Blätter mit denen man über die Wunde rieb. Die Schmerzen und die Schwellung ließ nach.

Für den Gartenfeund ist es also durchaus nützlich wenn sich der Spizwegerich im Garten ansiedelt, genau wie auch viele andere Heilpflanzen.

Hier habe ich für alle die bei einem Insektenstich nicht sofort zu chemischen Produkten greifen wollen ein Rezept für eine Salbe.

Zutaten:
ein bis zwei Handvoll junge frische Blätter vom Spitzwegerich
250 ml Olivenöl
20g – 40g Bienenwachs (aus dem Reformhaus oder Bioladen) oder Eucerin aus der Apotheke (ihr müsst direkt sagen das ihr eine Salbe herstellen möchtet dann bekommt ihr das richtige)

Zubereitung:
Die jungen Blätter reinigen, und zerkleinern. Dann zusammen mit dem Öl erhitzen, aber dabei nicht verbrennen lassen. Für 24 Stunden abgedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Mit Bienenwachs als Grundlage muss jetzt Das Spitzwegerich-Öl leicht erwärmt werden, damit sich das Wachs auflöst. Hier hilft nur probieren. In Eucerin kann man das Spitzwegerich-Öl kalt einrühren.

Um Verwechselungen vorzubeugen: die Blätter des Spitzwegerich sind länglich und spitz, die Blätter vom Breitwegerich sind eher oval.

Weitere Informationen findet man zum Beispiel auch bei Wikipedia.

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Mit Tomaten Schnecken und Kohlfliegen vertreiben

Das klingt erst einmal ungewöhnlich, aber glaubt es mir es hilft.

Jetzt wo die Tomaten ausgegeizt werden fallen Tomatenblätter und Pflanzenteile an die sonst immer auf dem Kompost gelandet sind. Seit einiger Zeit verwenden wir diesen “Abfall” aber als Dünger und Pflanzenschutz bei uns im Garten.

Wie man Auszüge und Brühen oder Jauchen herstellt steht in folgendem Artikel: Kräuter Brühen und Jauchen im Garten

Gegen die Kohlfliegen hilft ein Auszug aus einer Handvoll Tomaten und etwa 1 Liter Wasser das 3-4 Stunden ziehen sollte.

Als Brühe werden die Triebe gekocht und dann später der kalte Sud zur Schneckenabwehr zum Beispiel um den Salat gegossen.

Auch eine Jauche aus den Tomatentrieben und Blättern kann verwendet werden. Diese Jauche kann als Dünger für die Tomaten und Gurken, Bohnen, Kürbis, Paprika und … im Verhältnis 1:20 angewendet werden. Eine Gabe als Kopfdünger einmal in der Woche reicht vollkommen aus. Im Verhältnis 1:5 verdünnt kann die Tomatenjauche auch an Kohlpflanzen gegen die Kohlfliege und den Kohlweißling eingesetzt werden. Die Tomatenjauche kann pur auch gegen Schnecken an Salat eingesetzt werden. Hier ist aber darauf zu achten, den Salt nicht mit zu spritzen er würde eingehen.

Kräuter Brühen und Jauchen im Garten

der grüne daumenWas sind Brühen, Jauchen und Tees und wie werden sie zubereitet?

In Rezepten für die Anwendung von Jauchen und Brühen im Kleingarten kann man viel lesen. Die Zubereitung ist recht einfach und deshalb sind diese Hausmittel meist auch den Chemischen Pflanzenmitteln vorzuziehen. In unserem Garten praktizieren wir das schon seit vielen Jahren mit Erfolg.

Hier nun einige Grundsätzliche Beschreibungen zu Brühen und Jauchen und deren Anwendung:

Auszüge: werden mit kaltem Wasser hergestellt. Die Kräuter und Pflanzen werden für 12 – 24 Stunden in abgedunkelt in einem Gefäß ziehen gelassen. Es wird öfter umgerührt. Angewendet werden Auszüge meist in einem Mischungsverhältnis 1:10.

Jauchen: werden mit Kaltem Wasser angesetzt. In einem Holz oder Kunststoffeimer (Regenfass) werden die Zutaten (z.B. Brennesseln) gesammelt und mit Regenwasser übergossen. Eine gute Durchlüftung ist von Vorteil auch wird die Jauche regelmäßig umgerührt. Damit man keine Pflanzenreste im Wasser hat kann man die Zutaten auch in eine Nylon-Strumpfhose geben. Den Behälter bitte unbedingt abdecken, damit keine Tiere darin untergehen können. Die Jauche ist nach ca. 3 Wochen gebrauchsfertig. Angewendet werden Verdünnungen meist im Verhältnis 1:20.
Eine Ausnahme bildet die Gärende Brennesseljauche die nach 2-3 Tagen Pur als Mittel gegen Insekten angewendet werden kann.

Brühen: werden wie Auszüge angesetzt, dann aber für 30 Minuten gekocht. Nach dem kochen die Pflanzenteile ausdrücken und entfernen.

Tee: Die Zutaten werden mit heißem Wasser übergossen und für 24 Stunden ziehen gelassen. Die Zutaten dann ausdrücken und den Tee sieben und nach Vorschrift verdünnen.

Sammeln von Kräutern und Pflanzen

Die beste Zeit zum Sammeln von Zutaten für unsere Pflanzenmittel ist der frühe Morgen, bevor die Pflanzen die Blüten öffnen.
Für Tees werden die Zutaten an einem luftigen, schattigen Platz getrocknet.

Zugaben: wie ich in einem anderen Artikel schon beschrieben habe kann mit Kalliseife gegen Blattläuse vorgegangen werden. Eine Verdünnung etwa zu einer 0,1% Lösung kann bei Brühen und Tees helfen damit der Tee oder die Brühe besser an den Blättern haftet. (0,1% Lösung entspricht etwa: 1g Seife auf 1 Liter Wasser)

Schwarzer Johannisbeer Tee

Johannisbeerblaetter-Tee
Johannisbeerblätter

Aus den Blättern der “schwarzen Johannisbeere” ( Lt. Ribes Nigrum ) kann ein wohlschmeckender Tee bereitet werden. Man sammelt die Blätter ab April bis Ende Juli. Beim sammeln ist darauf zu achten, das die Blätter nicht von einem Pilz besiedelt sind, diese Blätter dürfen nicht genommen werden. Die jungen Blätter können frisch oder getrocknet zu einem Tee verarbeitet werden.

Die Johannisbeere wird oft auch als Gichtbeere bezeichnet. Die Wirkung des Tees bestätigt das. Der Tee wirkt bei regelmäßiger Anwendung Wassertreibend. Es wird berichtet, das der Tee bei Reuma und Gicht zu einer Besserung und Linderung führen kann.

Johannisbeerblaetter-Tee
Johannisbeerblaetter-Tee

Die Blätter werden mit heißem Wasser überbrüht und der Tee dann für 5 – 10 Minuten ziehen gelassen. Der Geschmack erinnert mich an Fenchelhonig. Der Tee hilft auch bei Erkältungen, In der schwarzen Johannisbeere sind viel Vitamin C und Gerbsäuren enthalten.

Für den Tee nimmt man etwa 1-2 Teelöffel Blätter auf 1/4 Liter Wasser.

Den Tee bitte nicht trinken wenn man unter Ödemen leidet, die von einer eingeschränkten Nieren- bzw. Herztätigkeit verursacht werden.

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Wermut Artemisia Absinthium

Wermut Artemisia Absinthium
Wermut Artemisia Absinthium

Bereits im Mittelalter haben Mönche ihn kultiviert, den Wermut. Durch seine Inhaltsstoffe ist dieses Bitterkraut schon lange wegen der Wirkung auf den Magen- und  Darmtrakt bekannt.
Als Destillat wurde Wermut in den 1920er Jahren als Absinth bekannt, der  “Grüne Engel” flog durch manche Köpfe und vernebelte diese.

Hinweis:

Wermut sollte nicht in der Schwangerschaft oder bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden.

Der Wermut bevorzugt karge sandige Böden und kann eine Wuchshöhe von 100 cm erreichen. Ein Sonniger Standort gerne Auch im Steingarten ist günstig. Die kleinen gelben Blüten zeigen sich etwa zwischen Juli und September. Vor dem Winter wird der Wermut zurück geschnitten und mit Reisig und Mulch geschützt. Wermut sollte besser als Solitär-Pflanze gesetzt werden, da es zu Ausscheidungen über die Wurzel kommen kann die andere Pflanzen nicht so gut vertragen.

Hilkräfte:

Dem Wermut werden folgende Heilkräfte zugesprochen: Blähungen, Magenschwäche, Mundgeruch, Würmer, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Nierenschwäche, Kreislauf stärkend, Menstruations fördernd, Wehen fördernd, Ohrenschmerzen, Offene Wunden, Verstauchungen, Quetschungen. Der Wermut wirkt Blutbildend und Blutreinigend.

Anwendung:

Von Juni bis August werden Blätter gesammelt die zu Tee verarbeitet werden können. Für eine Tasse Tee werden etwas 1-2 EL Wermut mit heißem Wasser übergossen und für 10 min. ziehen gelassen. Getrunken wir dieser bittere Tee ohne Zucker in kleinen Schlücken. Maximal 3 Tassen am Tag. Über einen längeren Zeitraum sollte der Tee nicht angewendet werden. Nach einer Pause kann der Tee aber wieder genommen werden.
Man kann auch eine Tinktur herstellen von der man dann 10 – 40 Tropfen nehmen kann. Zum Herstellen einer Tinktur übergießt man Blätter mit Doppelkorn oder Weingeist bis alle Blätter bedeckt sind und läßt das ganze in einem Schraubglas für 6 Wochen stehen. Dann sollte die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt werden. Diese Tinktur oder auch der Tee wirken verdauungsfördernd und regen die Galle an.

Aüßerlich können Umschläge mit Tee oder der Tinktur gegen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und bei Prellungen eingesetzt werden.

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Zwiebel~Honig bei Erkältung und Husten

Zwiebel~Honig bei Erkältung und Husten: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,50 von 5 Punkten, basieren auf 2 abgegebenen Stimmen. (Zum Bewerten auf die Sterne klicken)

Das erste Rezept in dieser Kategorie “Kräuterküche” oder “Hexenküche” beschreibt ein altes Hausmittel das sich bei Husten und Erkältung bewährt hat.

Honig und Zwiebeln passen hervorragend zusammen, denn beide wirken zwar in unterschiedlicher Weise gegen Infektionen.

Angewendet wird der Saft der sich bildet mehrmals am Tag je einen Teelöffel.

Auch bei Mückenstichen und kleineren Wunden kann man den Sud anwenden, dann eben äußerlich.

Zubereitung:

3 EL Honig,
1 Zwiebel

Die Zwiebel in Ringe oder kleine Stücke schneiden und in ein Glas geben. Dann den Honig über die Zwiebel ebenfalls in das Glas geben.
Das Glas gut verschließen und über Nacht kühl stellen. Dann kann der Sud gefiltert werden. Der fertige Sud hält ein paar Tage im Kühlschrank.
Die Reste (Zwiebelringe aus dem Sieb) kann man für einen Hustentee benutzen, dazu einfach mit heißem Wasser überbrühen.

 

Zwiebel-Honig Bild 1
Zwiebel-Honig Bild 1 Zwiebelringe

Zwiebel-Honig Bild 2
Zwiebel-Honig Bild 2 Guter Honig

Zwiebel-Honig Bild 3
Bild 3 Honig in das Glas mit Zwiebeln geben

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