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Salbei Likör für Geist und Seele

Salbei Likör selber machen
Salbei Likör selber machen

Der echte Salbei (Salbei Officinalis) wirkt antiseptisch, ist gut bei Hals- und Mundbeschwerden, bei zu viel schwitzen und Magen- und Darmbeschwerden.

Die Bezeichnung Salbei hat ihren Ursprung im lateinischen „salvare“ was heilen bedeutet. Ein kurzes Portrait der der Pflanze ist hier zu finden.

Heute machen wir Salbei-Likör mit Zitronenmelisse,
dazu brauen wir:
40g Salbeiblätter frisch
10 Blätter Zitronenmelisse 
2 Gewürznelken
1 Fl. Wodka
250g Zucker
300ml Wasser

Zubereitung
Die Blätter in ein Glasgefäß geben und mit dem Wodka auffüllen. Das Glas verschließen und an einem sonnigen Platz für 1 Woche stellen. Dann Zucker und Wasser kochen. Den Ansatz filtern und mit der Zuckerlösung auffüllen. Alles in Flaschen füllen und diese mindestens 2 Monate ruhen lassen.

Salbeihaltige alkoholische Getränke dürfen nicht während Schwangerschaft und Stillzeit getrunken werden. 


Wichtig. Frage Deinen Arzt oder Apotheker  

Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. 
Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Tomaten zu Ketchup verarbeiten

Tomaten Ketchup selber machen
Tomaten Ketchup selber machen

Ein eigenes Tomatenketchup herzustellen ist nicht schwer, aber Zeitaufwendig.
Hier zeige ich euch mein Rezept für die Herstellung.
Die Gewürze können nach eigenem Geschmack natürlich geändert werden hier ist Kreativität gefragt. 
Zur Herstellung von Ketchup oder Tomatensaucen kann man alle Tomaten Sorten verwenden. Es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten Tomaten einzukochen, dazu folgt noch ein weiterer Artikel.

Hier nun das Rezept:

Zutaten:
Tomaten (ab 1Kg, damit es sich lohnt)
Petersilie
Basilikum
Thymian
Knoblauch
Pfeffer
Salz
Chilli
Zucker zum verfeinern

Zubereitung:
Ich benutze in meiner Küche für viele Rezepte eine „Flotte Lotte“ zum Pürieren, es geht aber auch mit einer Küchenmaschine. 
Zur Vorbereitung müssen die Tomaten gehäutet werden, dazu die Tomaten für einige Sekunden in Kochendes Wasser halten. Jetzt läßt sich die Haut mühelos entfernen.

Tomaten Ketchup die Zutaten im Topf
Tomaten Ketchup die Zutaten im Topf

Dann kommen die Tomaten zusammen mit den Kräutern in einen Großen Topf. Die Tomaten sollten geviertelt sein.
Jetzt das ganze für einige Zeit (ca. 20 – 30 Minuten) weichkochen, die Tomaten geben dabei genug Flüßigkeit ab, damit nichts anbrennt. Dabei immer wieder gut umrühren.
 

Tomaten Ketchup passieren mit der Flotten Lotte
Tomaten Ketchup passieren mit der Flotten Lotte

Weiter geht es mit der Flotten Lotte, mit einem Schöpfsieb werden die Weichgekochten Tomaten nun in die Flotte Lotte gegeben und passiert. 
Aus dem Sud der noch im Topf verblieben ist, kann man zum Beispiel noch eine Suppe Kochen.
Die Tomatenmasse wird nun in einem weiteren Topf soweit reduziert, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zwischendurch mit Salz,Pfeffer und Zucker abschmecken. Dieser Vorgang kann schon einige Stunden dauern.
Jetzt alles noch heiß in Flaschen abfüllen und sofort verschließen.

Tomaten Einkochen bis der Ketchup fertig ist
Tomaten Einkochen bis der Ketchup fertig ist

So bleibt der Sommer in der Flasche…. bis zum nächsten Grill-Abend .

So viel grün kann nur gut sein

Doch, doch grün ist gut. Was auf dem Bild weiter unten nicht zu sehen ist, ist das viele unerwünschte Kraut. Ich benutze das Word „Unkraut“ absichtlich nicht, denn es gibt kein UN-Kraut. Alle Pflanzen erfüllen einen Zweck und aus den meisten Kräutern läßt sich auch etwas nützliches herstellen.
In den Rezepten habe ich da z.B. Vogelmiere Quark aus Löwenzahn und Klee kann man auch tolle Sachen machen. Nicht zu vergessen die Brennesseln, die uns eine hervorragende Jauche und einen Pflanzenschutz bieten. Junge Blätter kann man zu Salat oder Tee verarbeiten. Also ihr seht schon wie ich zu „Unkraut“ stehe. 
Aber trotzdem nach dem Regen der vergangenen Zeit hatte ich das Gefühl das eben nur diese Pflanzen wachsen wollten und unsere Nutzpflanzen und Gemüse eben nicht.
Nach den letzten Sonnentagen  ist das aber anders, alles wächst und gedeiht prächtig. Die verschiedenen Grüntöne sind immer wieder schön anzusehen. Bald beginnt die Bohnen, Erbsen und Karottenernte, die Zucchini schmecken schon wunderbar und auch die Kartoffeln können bald aus der Erde. Es wird Zeit das ich mir über die Nachbepflanzung gedanken mache und welches Wintergemüse dieses Jahr noch gepflanzt werden soll. Aber dazu später mehr.

Grün in Grün im Garten
Grün in Grün im Garten

Likör selber machen Teil 3

Likör  selber machen
Likör selber machen

Im dritten und letzten Teil der kleinen Artikel-Serie über das selber machen von Likör gebe ich noch einige Ratschläge und Grundrezepturen, mit denen ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe ,weiter.

Die Gefäße für den Ansatz.
Für den Ansatz habe ich mir große 3 Liter Flaschen besorgt (Fragt doch mal in der Kneipe nebenan) die haben einen weiten Hals und man bekommt problemlos Beeren und Zucker ect. hinein. Dann habe ich noch aus einem »Tante-Emma-Laden« Bonbongläser die sich ebenfalls sehr gut eignen.  Für Größere Mengen nehme ich Weinballone. Als Verschluss für die Flaschen benutze ich Gummikappen wie sie auch für die Herstellung von Saft Verwendung finden.

Filter.
Meist ist der Ansatz schon klar genug, und wenn man einen Schlauch zum Abziehen (siehe weiter unten) benutzt braucht man auch nicht filtern. Sonst benutze ich einen ausgedienten Kaffeefilter mit grobporigen Filtertüten. Das ist zwar etwas Mühsam, weil sich die Papierfiltertüten recht schnell zusetzen aber das Ergebnis ist gut. Wem der Flüssigkeitsverlust, durch den Filterwechsel und das aufsaugen durch die Filtertüte, aber zu hoch ist, der kann anstelle von Filtertüten aus Papier auch einen Dauerfilfter benutzen. Die Poren sind sehr fein und funktionieren tut es auch. Eine weitere Möglichkeit sind feine Gardinenstoffe oder Strumpfhosen (hier muss man mit verschiedenen DEN werten Probieren). Die groben Rückstände von den Beeren oder was immer gebe ich als erstes durch ein Haarsieb.

Abziehen oder »auf Flasche ziehen«
Damit ist gemeint mittels eines lebensmittelechten Schlauch den Inhalt aus dem Ansatzgefäß in Flaschen zu füllen. Dazu hält man ein Ende des Schlauches in das Ansatzgefäß und saugt an dem anderen Ende die Flüssigkeit an. Mit den Fingern knickt man den Schlauch ab, damit nichts herausläuft.  Jetzt hält man dieses Ende in eine Flasche und gibt den Knick frei, die Flasche wird gefüllt. Auf diese Weise bleiben die Stoffe die sich am Boden des Ansatzgefäßes gesammelt haben auch dort und gelangen nicht in die Flaschen.

 

Grundrezeptur für Liköre (einfaches Grundrezept)
(Je nach Zuckergehalt der Früchte mehr oder weniger Zucker benutzen)

250 g – 500 g Beeren (Himbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren etc..)
200 g – 500 g Kandiszucker
1 Vanilleschote (angeritzt)
1 Liter Wodka
oder
1/2 Liter Weingeist (96 Vol. %) und später nach Reifezeit noch 0,7 – 1 Liter Destilliertes Wasser

Alle Zutaten in einer Großen Flasche mischen und für mindestens 3 – 4 Wochen an einen sonnigen Platz stellen, hin und wieder schütteln. Dann in Flaschen filtern und in Flaschen füllen. Von jetzt an bitte Kühl stellen.

Probiert einfach aus. Aus den meisten Früchten kann auf diese Weise ein Likör hergestellt werden.

Teil 1: Was braucht man an Zutaten und Material
Teil 2: Alles Schnaps oder wie? Über Likör und Schnaps und etwas Rechnerei.

Likör selber machen Teil 2

Likör selber machen
Likör selber machen

Alles Schnaps oder wie?

Einen Fruchtschnaps oder Korn stellt man aus Kornbrand her. Ein Kornbrand hat üblicherweise einen Volumen Anteil von 38 – 42 % Alkohol. Wie schon in Teil eins erwähnt, eignet sich ein Korn besonders deswegen für die Herstellung von Ansätzen, weil ein Kornbrand kaum Eigengeschmack hat. Auch zum Abschmecken von Ansätzen wird gerne Korn genommen, denn man kann damit auch einen Ansatz der Bitter ist etwas abmildern. Auch zu süße Ansätze für Likör kann man damit anpassen.
Mit Kornbrand werden milde Fruchtschnäpse ohne Zuckerzusatz hergestellt. Der Auszug dauert meist etwas länger, ist aber schonender und die Aromen Vielfalt der Zutaten bleibt besser erhalten.
Ein Schnaps ist also ein Ansatz mit Früchten oder Kräutern auf Basis von Kornbrand.

Für Liköre, nimmt man bevorzugt Wodka als Basis (hängt aber von den weiteren Zutaten ab) auf jedem Fall spricht man dann von einem Likör, wenn mindestens 100g Zucker je Liter enthalten sind. Liköre sehen in einer Karaffe nicht nur gut aus, sie können je nach Zutaten auch heilende Wirkung haben. Gesüßt werden Liköre meist mit Kandiszucker, aber auch Rohrzucker oder Honig sind möglich.

Dann gibt es noch das Große Feld der Kräuter und Heilessige, das ich hier nur am Rande behandeln will. Aus Fruchtessig oder Weinessig wird ähnlich wie bei den Likören oder Schnäpsen ein Ansatz hergestellt, der eine Reifezeit braucht bis er fertig auf Flaschen gezogen werden kann. Man Kann damit Salat verfeinern oder den Essig trinken.

Wie lange sind Angesetzte haltbar?
Dazu gibt es keine genaue Regel, durch den Alkohol sind sie vor Keimen meist gut geschützt. Angesetzte sollte nach einer Lagerzeit von 1 – 2 Jahren aber verbraucht werden, da einige doch an Aroma verlieren. Sollten sich am Boden der Flasche Trübstoffe absetzen, so ist das kein Zeichen dafür, das der Ansatz schlecht geworden ist. Die Farbstoffe, die gelöst im Alkohol sind, setzen sich nach einiger Zeit eben ab. Man kann den Flascheninhalt einfach durch einen Kaffeefilter gießen und wieder in Flaschen abfüllen.

Etwas zum Rechnen
Wenn mit Weingeist gearbeitet wird, der ja noch mit Destilliertem Wasser verdünnt werden muss, kann man mit folgender Formel den Alkoholgehalt abschätzen.

Dazu errechnet man erst mal den Reinalkohol Gehalt der Flüssigkeit nach folgender Formel:

Menge * Vol % des Ansatz = Reingehalt Alkohol

Beispiel: Ansatz mit 42 Vol. % Korn und 0,7 Liter

0,42 * 0,7  =  0,294

um nun die Verdünnung, oder den Alkohol in einer gegebenen Verdünnung zu berechnen kann man wie folgt weiter rechnen:

Wenn wir bei dem Beispiel oben bleiben und mit 0,3 Liter auf 1 Liter auffüllen ergibt sich folgende Rechnung

Umstellen der Formel: Vol. % =  Reingehalt / Menge

1 Liter / 0,294 = 29,4 Vol. % Alkohol

 

Aber wenn nun der Alkoholgehalt vorgegeben werden soll und man Weingeist (mit 96 Vol.%) nimmt ist der Rechenweg etwas anders

Formel:
Vol. % Alkohol (Vorgabe / Menge) = VA1
Menge Ergebnis = Me
Vol. % Alkohol Ansatz = Va
Menge Ansatz = Ma
Auffüllen = a

dann ist VA1 / Va = Ma

und Me = a – Ma

 

Rechenbeispiel:

Vorgabe 1 Liter soll 45 Vol. % Alkohol haben bei einem Ansatz
mit Weingeist von 96 Vol. %

VA1 = 0,45
Me = 1 Liter
Va = 0,96
Ma = ?
a = ?

Ma = VA1 / Va    = 0,45 / 0,96 = 0,47

a = Me – Ma = 1 – 0,47 = 0,53

 

Also muss man um 1 Liter mit 45 Vol. % zu erreichen 0,47 Liter des Ansatz mit 0,53 Liter Destilliertem Wasser auffüllen.

Die Rechenwege sind vereinfacht. Die Kontraktion des Alkohols mit Wasser ist nicht berücksichtigt und bei Likören müsste auch noch das Volumen des Zuckers berücksichtigt werden. Aber als Anhalt soll das an dieser Stelle genügen.

 

Teil 1: Was braucht man an Zutaten und Material
Teil 2: Alles Schnaps oder wie? Über Likör und Schnaps und etwas Rechnerei.
Teil 3  Grundrezepten, Filtern und Abfüllen

Likör selber machen

Likör Selber machen Teil 1 von 3 »Grundlagen«
Likör Selber machen Teil 1 von 3 »Grundlagen«

In einer Artikelserie mit 3 Teilen zeige und erkläre ich einige Grundlagen zur Likörherstellung.

Teil 1: Was braucht man an Zutaten und Material

Im Garten hat man viele verschiedene Früchte und Kräuter, aus denen sich ein Likör leicht zubereiten lässt. Das oberste Gebot ist hier, wie auch beim Einkochen von Lebensmitteln, die Sauberkeit. Die Zutaten und die Gefäße müssen peinlichst sauber sein, dann steht dem Likör herstellen nichts im Wege.

Als Grundzutat benötigt man Alkohol, hier sollte man sich vorher schon überlegen, was man an Früchten, Nüssen, Kräutern etc… als Zutaten verwenden möchte.

Weingeist, Ethanol, Monopolsprit, Neutralalkohol oder Primasprit
bezeichnen einen 96 Vol. % Alkohol. Kaufen kann man Weingeist z.B. in Apotheken in Gebinden von 1/2 Liter Flaschen. Ansätze mit Weingeist müssen, vor dem Abfüllen oder Abziehen, mit destiliertem Wasser verdünnt werden. Destilliertes Wasser deshalb, weil Leitungswasser den Ansatz trüben würde. Als Mischungsverhältnis ist 1 : 1,5 gängig. Weingeist wird bevorzugt für Ansätze mit Kernobst, Nüssen oder Kernen genommen.

Kronbrand
Korn hat üblicherweise einen 38 – 42 Vol. % Alkoholgehalt. Kornbrand eignet sich gut für Beerenfrüchte oder Kräuter und ist geschmacksneutral.

Wodka
Der Alkoholgehalt von Wodka kann je nach Sorte zwischen 37,5 und 80 Vol. % liegen. Auch Wodka ist geschmacksneutral. Obst und Kräuter behalten ihren eigenen Geschmack. Daher wird Wodka auch gerne als Grundlage für Liköre oder Bitter genommen.

Weitere Zutaten
Natürlich die Früchte, Obst und Beeren, Kräuter, Nüsse, Kerne und Tannenzapfen oder Nadeln, je nach Rezept.
Gewürze wie Nelken, Zimt oder Vanille
Kandiszucker weiß oder braun

Zubehör
Als Zubehör benötigt man Flaschen ,Trichter, Flaschenbürste, kleinen Schlauch, große Glasgefäße für den Ansatz.
Haarsieb, Kaffeefilter

 

Teil 1: Was braucht man an Zutaten und Material
Teil 2: Alles Schnaps oder wie? Über Likör und Schnaps und etwas Rechnerei.
Teil 3  Grundrezepten, Filtern und Abfüllen 

 

Vogelmiere Kräuter Quark

Vogelmiere
Vogelmiere oder Hühnerdamm
Vogelmiere Kräuter Quark: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 3,00 von 5 Punkten, basieren auf 1 abgegebenen Stimmen. (Zum Bewerten auf die Sterne klicken)

Es gibt keine Unkräuter alles was wächst ist auch für etwas Gut.

Mit der Devise kann man auch einen leckeren, schmackhaften und dazu auch noch gesunden Brotaufstrich herstellen.
Die Vogelmiere wächst oder wuchert fast in jedem Garten, meist wird sie einfach nur auf den Kompost getan und man ärgert sich über das rasche Wachstum der Pflanze, die zu den Nelkengewächsen gehört. Die Vogelmiere enthält viel Vitamin C, Mineralstoffe und wirkt Stoffwechsel anregend.
Hinweis für Nierenkranke: Bitte mit Vorsicht essen, die Pflanze enthält Saponine, die die Nieren reizen können.

Vogelmiere-Kraeuter-Quark
Vogelmiere-Kraeuter-Quark

Die Zubereitung ist denkbar einfach, eine Handvoll Vogelmiere (wird auch Hühnerdamm genannt) zusammen mit einer kleinen Zwiebel und Schnittlauch und Kräutern nach Geschmack klein hacken und mit Quark vermischen.
Schmeckt als Brotaufstrich oder zum Beispiel zu Pellkartoffeln.